Das Goetheanum
Ausgaben · Ausgabe 10/2026
Ausgabe 10/2026

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Editorial

Ausgabe 10/2026

In dieser Wochenschrift finden sich eine Reihe von Berichten zu der Tagung an der Harvard-Universität über Rudolf Steiner. Ashton Arnoldy und Matthew Segall enden ihren Bericht mit einem Rat, den sie an der Tagung erfüllt fanden: Anthroposophie habe eine blühende Zukunft vor sich, wenn sie disziplinierte spirituelle Vorstellungskraft mit engagiert-historischem Gewissen verbinde. In jedem der beiden Begriffe steckt eine Spannung: Spiritualität und Disziplin vertragen sich nicht so leicht, und auch ‹engagiert› und ‹historisch› sind voneinander entfernt. Außerdem sind die beiden Begriffe konträr: Die Vorstellung ist kühl, das Gewissen ist voller Wärme. Anthroposophie wird demnach fruchtbar, wenn es – wie in Harvard – gelingt, ihre Widersprüchlichkeit zu leben, zu vereinen.

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Anthroposophie im akademischen Diskurs

Im Fokus

Anthroposophie im akademischen Diskurs

Die Konferenz ‹100 Jahre Rudolf Steiner› war die erste Jahreskonferenz des Programms für die ‹Evolution der Spiritualität› der Harvard University, die sich auf eine einzelne Person und eine einzelne spirituelle Strömung konzentrierte. Die Entscheidungen, die bei der Planung dieser akademischen Veranstaltung getroffen wurden, geschahen im Vertrauen auf die Widerstandsfähigkeit und Vielfalt von Rudolf Steiners Leben und Werk. Der Organisator Dan McKanan reflektierte über die Initiative.

Dan McKanan · 04. März

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