Das Goetheanum
Rubrik · Veranstaltung

Rubrik

Veranstaltung

27 Beiträge

Arbeit am menschlichen Handeln

Arbeit am menschlichen Handeln

Der Berliner Kunstplanbau lädt im Juli zu seinen diesjährigen Literaturtagen ein. Leitmotiv ist der Umgang mit der Bedrohung der Lebensgrundlagen auf dem Planeten Erde. Es gilt zu erkennen, dass der Glaube an Erlösung keine Alternative zur Arbeit am menschlichen Handeln in der Welt ist. Die Literaturlesungen, weiterführenden Referate und Gespräche machen eine Herangehensweise an die Herausforderungen konkret. Als Auftakt spricht die Regisseurin und Autorin Marlene Streeruwitz am 2. Juli über ein ‹Handbuch gegen den Krieg› und ein ‹Handbuch für die Liebe›. Am 9. Juli kommen die Buddhologin und buddhistische Nonne Carola Roloff und der Zen-Meister Alexander Poraj über die Zeitgemäßheit von Spiritualität ins Gespräch. Am 16. Juli widmet sich Wolf-Ulrich Klünker, Professor für Philosophie und Erkenntnisgrundlagen der Anthroposophie an der Alanus-Hochschule, in seinem Vortrag dem Wirken der Engel in der heutigen Zeit. Die Stimme des Engels ist leise geworden, so Klünker, aber er existiert in der geistigen Ich-Dimension des Menschen. In seinem Beitrag führt er die Entwicklungsdimensionen von Mensch und Engel aus.

Redaktion · 17. Juni 2026 · 1 Min.

Terra Parzival

Terra Parzival

Hunderte von Begegnungsfestivals in Krisengebieten, das war die aus anthroposophischem Impuls geborene Initiative Idriart. Vor genau 33 Jahren hat sie sich in das Projekt Terra Parzival in Slowenien verwandelt. Parzival in Slowenien? Wolfram von Eschenbach offenbart im neunten Kapitel seines ‹Parzival› eine genaue Landschaftsbeschreibung, wie sie noch heute in der slowenischen Steiermark zu finden ist. Das Schloss Borl Ankenstein an der Drau des Geschlechts Anschewin (slowenisch: Anžvin) ist der Ursprungsort von Parzivals Großvater Gandin und Vater Gahmuret. Parzivals Mutter Herzeloyde hat ihre Abstammung in Frankreich und Spanien. Parzival war somit der Erbe von drei europäischen Königreichen. 1938 besuchte Ita Wegman auf ihrer Heimreise von Bulgarien in die Schweiz das Schloss Borl Ankenstein und bestätigte die Bedeutung des Orts für die Parzivalsage. Rudolf Steiner beauftragte den jungen Viktor Stracke zudem damit, die Spuren Parzivals in der slowenischen Steiermark zu suchen. Jahrzehnte lang hat Stracke geforscht und ein Manuskript verfasst, das mir kurz nach dessen Tod überreicht worden ist. Wir feiern 33 Jahre Terra Parzival mit einem Questival der Begegnung und des Friedens vom 20. bis 25. Juni. Miha Pogacnik

Miha Pogacnik · 10. Juni 2026 · 1 Min.

Spiegel der Menschheit

Spiegel der Menschheit

Unsere heutige Gesellschaft wäre ohne Geld und Buchhaltungssysteme kaum vorstellbar. Sie durchdringen und strukturieren fast jeden Bereich des gesellschaftlichen Lebens. Doch war dies natürlich nicht immer so. Ein dreitägiges Seminar, das vom 19. bis 21. Juni in den Räumen der Anthroposophischen Gesellschaft in Frankreich stattfindet, untersucht die elementare Rolle von Geld und vom Rechnungswesen für die Entwicklung menschlicher Gesellschaften; von ihren frühen Anfängen bis ins digitale Zeitalter. Die heutige Welt ist von globalen, komplexen Netzwerken durchzogen und wie in einem riesigen Buchhaltungssystem werden fast alle Transaktionen elektronisch erfasst. Dies birgt sowohl Risiken als auch Chancen. Im Seminar wird die aktuelle Bedeutung von Geld und Rechnungswesen untersucht sowie ihr grundlegendes Wesen betrachtet. Die Teilnehmenden werden zudem dazu eingeladen, die vorherrschenden Systeme zu hinterfragen und finanzielle Ströme aus der Perspektive der sozialen Dreigliederung neu zu denken. Geleitet wird die französischsprachige Veranstaltung von Sylvain Coiplet, Direktor des Instituts für Soziale Dreigliederung in Berlin.

Redaktion · 10. Juni 2026 · 1 Min.

Psychologossophie

Psychologossophie

Ob Udo Lindenberg, der gerade 80 Jahre alt wurde, oder eine meiner Klientinnen, die aus dem Iran stammt und viel erlebt hat: Menschen mit existenziell gefährdenden Erlebnissen im Gepäck richten sich oft aus der Tiefe ihrer Seele auf. Sie schöpfen aus einer lebenkraftenden Achse, häufig ohne wirklich von ihr zu wissen. Andere wenden sich bewusst dieser Lebensachse zu, um sich beispielsweise in einer traumatisierten Seele selbst ergreifen zu können. Dahinter steht die Frage: Kann ich in meinem Ich-Sein eine existenzielle Kraftachse bilden, die es mir ermöglicht, mich in der ‹Vertikalen› als ganz eigener Mensch selbst und therapeutisch zu durchdringen? Dass in meiner Seele der «innere Mensch auferstehen»1 kann. Innere, verwandelnde Durchdringung also bis in tiefste Tiefen und Höhen – und alles in einer einzigen ‹Vertikalen›. Eine Kraftachse, die im anthroposophischen Menschenbild durch zwei Ich-Qualitäten gebildet wird: geistiges oder kosmisches Ich und junges Ich in der Seele. Mit dieser Kraftachse rechnen Experten für Trauma und benennen sie ihrem Menschenbild gemäß. So zum Beispiel Peter Levine.2 Der Psychiater Boris Krause sagt: «Es reicht für traumatisierte Menschen nicht, wenn sie an etwas Schönes denken, sie müssen es existenziell fühlen.»3 Er beschreibt Traumata als ‹Frachtgut› im Lebensfluss. Steine im Fluss, die Leben binden. Und es ist meist ein längerer Weg, schwere Steine wirklich davonschwimmen zu sehen. Und gerade für diese lebenbefreiende innere Bewegung ist eine vertikale Kraftachse in Ausbildung von so großer Bedeutung! Denn aus welcher Quelle sollte in der Tiefe Lebenskraft zur inneren Neuausrichtung, zur inneren Auferstehung kommen, wenn nicht aus dieser im Geist beheimateten Ich-Seelen-Achse? Je nach Denkweg, gesunde Individuation auf der Erde wie im Himmel, in einer sich weitenden Welt, oben wie unten. Für dieses der Anthroposophie immanente Feld bildete sich in mir Himmelfahrt 2018 das Wort ‹Psychologossophie›. Unter diesem Titel veranstalte ich am 2. Oktober im Rudolf-Steiner-Haus Hamburg einen Abend.

Marion von der Wense · 28. Mai 2026 · 1 Min.

Integrität leben

Integrität leben

Integrität bezeichnet die Übereinstimmung des eigenen Handelns mit festen moralischen und persönlichen Werten. Eine integre Person tut, was sie sagt, und das konsistent – auch in herausfordernden Situationen und wenn niemand zuschaut. War die schwedische Malerin Hilma af Klint eine integre Person? Der Dozent Andrew Wolpert sagt Ja. In einem Seminar am 13. Juni in den Räumlichkeiten der Anthroposophischen Gesellschaft in Frankreich führt er aus, mit welch resoluter Integrität af Klint sowohl ihr Privatleben als auch ihre künstlerische Arbeit gestaltete und welche Rolle ihr Bezug zu Spiritualität dabei spielte. Dreidimensionalität bekommt das Seminar durch einen Besuch der aktuellen, af Klint gewidmeten Ausstellung im Pariser Grand Palais, wo eine Auswahl ihrer Werke bis zum 30. August persönlich betrachtet werden kann. Das Seminar findet in englischer Sprache mit französischer Übersetzung statt.

Redaktion · 07. Mai 2026 · 1 Min.

Renaissance heute

Renaissance heute

Florenz gilt als Wiege der Renaissance, einer Kunst- und Kulturepoche, die Menschen bis in die heutige Zeit inspiriert. Durch den Einfluss der mächtigen Familie Medici wurde die italienische Stadt zu einer der florierendsten Metropolen Europas. Michelangelo beispielsweise arbeitete in der Kirche der Medici und Galileo Galilei war Hofmathematiker in den Palästen der Familie. Auch Leonardo da Vinci verbrachte große Teile seiner Jugend in Florenz. Vom 30. Juni bis 4. Juli findet an der Florenzer Waldorfschule ein fünftägiger Workshop statt, in dem die Teilnehmenden sich mit der Renaissance-Kunst aus anthroposophischer Perspektive auseinandersetzen. Durch geführte Museumsbesuche, Malerei, die Arbeit mit Ton und Übungen zur Betrachtung von Kunstwerken erforschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Renaissance nicht als historische Epoche der Vergangenheit, sondern als lebendigen Ausdruck der menschlichen Evolution mit zeitgenössischer Relevanz. Der Workshop findet auf Italienisch mit englischer Übersetzung statt und ist offen für alle Interessierten.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Drei gleiche Teile

Drei gleiche Teile

Die Demokratie und die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Politik stehen aktuell wieder zunehmend im Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses. Doch wie kann diese aktive Gestaltung der Gesellschaft praktisch aussehen? Die soziale Dreigliederung nach Rudolf Steiner bietet Antworten. Wer die Grundlagen dieses Ansatzes sowie seinen Effekt auf die Gesellschaft besser verstehen möchte, ist eingeladen, vom 12. bis 14. Juni an einem Workshop zur sozialen Dreigliederung in Avignon teilzunehmen. Das Veranstaltungsprogramm beinhaltet eine grundlegende Einführung in die drei Bereiche Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben. Es werden ihre Besonderheiten thematisiert sowie ihr direkter Zusammenhang mit der Stärkung der Demokratie. Weiterhin wird erörtert, inwieweit das Konzept der sozialen Dreigliederung ganz praktisch in der Region Avignon eingebettet werden kann. Der Workshop wird gehalten von Sylvain Coiplet, Gründer und Leiter des Instituts für soziale Dreigliederung in Berlin.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Ich bin

Ich bin

Ich bin. Ein simpler Satz aus nur zwei Wörtern und sechs Buchstaben. Und doch beinhaltet er ein ganzes Universum an Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, Verletzungen und glückseligen Momenten. Was bedeutet es wirklich, Mensch zu sein? Was bedeutet es, wenn wir sagen ‹Ich bin›? Das niederländische Atelier Anthroposophie bietet am 1. Juni einen Tag der Inspiration an, bei dem es um die Erforschung genau dieser Fragen geht. Gemeinsam wird innegehalten. Der Alltag fällt weg und in der übrig bleibenden Stille wird das menschliche Sein, das wir tagtäglich als so selbstverständlich empfinden, genauer angeschaut. Verschiedene Aspekte des Menschseins werden dabei ins Licht gerückt, um sie mit mehr Bewusstsein und Sensibilität zu betrachten. Zu Hilfe kommen dabei inhaltliche Impulse zu verschiedenen Perspektiven auf das Menschenbild sowie praktische Übungen, künstlerische Betrachtungen, Meditationen und Gesprächsrunden. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich auch über den Workshop hinaus in Alltag, Arbeit und den persönlichen Entwicklungsweg integrieren. Die Veranstaltung findet auf Niederländisch statt.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Das Leben färben

Das Leben färben

Die Beziehung zu Farben ist Teil jedes menschlichen Lebens, ob bewusst oder unbewusst. Wir haben eine Lieblingsfarbe, mit Farben richten wir unser Zuhause ein, und es gibt Farben, die wir nicht mögen. Das Pink und Violett eines Sonnenuntergangs lässt uns am Fenster innehalten, die Blautöne der Nacht und des Winters laden uns ein, nach innen zu gehen. Was ist deine ganz persönliche Farbqualität? Nach welcher Farbe sehnt sich deine Seele? Diese Fragen werden in einem siebentägigen Retreat auf dem Kientaler Hof vom 30. März bis 6. April erkundet. Durch von der anthroposophischen Kunsttherapie inspirierte Nass-in-Nass-Malerei, Eurythmie und rhythmische Massage lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter professioneller Begleitung ihre authentischen Farben kennen und erfahren, wie sie sie pflegen und ausbalancieren können. Für die Teilnahme am Programm sind keine künstlerischen Vorkenntnisse notwendig.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Anthroposophie in Stuttgart

Anthroposophie in Stuttgart

Stuttgart und seine Umgebung sind einer der Orte in Deutschland, an dem eine Vielfalt anthroposophischer Initiativen lebendig geworden sind. Mit der Zeit sind in der baden-württembergischen Hauptstadt und im Umland viele Ideen der Anthroposophie in die Praxis umgesetzt worden, in Form von Waldorfschulen und -kindergärten, heilpädagogischen Einrichtungen, einer Klinik, die im Sinne der Anthroposophischen Medizin arbeitet, Demeter-Höfen, Kulturorten und verschiedensten Unternehmen. Wer die Anthroposophie und die aus ihr entstandenen Initiativen zelebrieren oder besser kennenlernen möchte, hat dazu Gelegenheit bei der Langen Nacht der Anthroposophie, die am 27. Juni in Stuttgart stattfindet. Organisiert wird die Veranstaltung von der Anthroposophischen Gesellschaft in Stuttgart, in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl weiterer lokaler anthroposophischer Zentren und Einrichtungen. Das Programm umfasst diverse Angebote, die in das Welt- und Menschenbild der Anthroposophie einführen, sowie Beiträge zu Themen wie Bildung, Ernährung, Philosophie, Gesundheit und Spiritualität. Auf mehreren Bühnen kann das Publikum Theaterstücke, Konzerte und Eurythmie erleben. Workshops bieten zudem einen interaktiven Zugang zur Anthroposophie.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Wirtschaft des Menschen

Wirtschaft des Menschen

Dient die Wirtschaft dem Menschen oder dienen die Menschen der Wirtschaft? Ausgehend von dieser Fragestellung veranstaltet die Akanthos-Akademie im Rudolf-Steiner-Haus in Stuttgart am 20. und 21. März ein Wochenendseminar mit dem Titel ‹Vom Zwang, dem Wirtschaftssystem zu dienen, zu einer Wirtschaft im Dienste des Menschen›. Das Seminar beginnt an der Wurzel: Wie ist das aktuelle Wirtschaftssystem entstanden? Wie funktioniert es? Was ist Geld? Welche Rolle spielt Geld im Wirtschaftssystem? Was ist Wachstum? Und ist Wachstum wirklich so wichtig, wie immer betont wird? Fakt ist, dass unser Wirtschaftssystem stets weniger sozial und nachhaltig wird. Im Seminar wird die Frage erörtert, ob es ein ökonomisches Modell geben kann, dessen Kern ein soziales Miteinander anstelle eines Gegeneinanders ist. Und wenn ja, wie das konkret aussehen könnte in einer Zeit, in der es nie da gewesene technologische und finanzielle Möglichkeiten gibt. Das Seminar richtet sich an alle Interessierten, die die Grundlagen der Wirtschaft ganzheitlich verstehen und sich von konkreten Gestaltungspotenzialen inspirieren lassen möchten.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Neue Saaten

Neue Saaten

Biodynamische Praktiken werden in der neuseeländischen Landwirtschaft seit etwa 1928 angewendet. Die Biodynamic Farming and Gardening Association wurde 1939 offiziell gegründet. Seitdem ist die Zahl der biodynamisch arbeitenden Gärtner, Landwirtinnen und Winzer in Neuseeland, das von den indigenen Māori Aotearoa genannt wird, stetig gewachsen. Einmal jährlich kommen Vertreterinnen und Vertreter, die in der Biodynamik tätig sind oder sich für eine Umstellung interessieren, bei einer Konferenz zusammen. Dieses Jahr findet das Treffen vom 29. bis 30. August statt. Der Titel ‹New Seeds: Growing the Future of Biodynamics›, deutsch: ‹Neue Saaten: Die Zukunft der Biodynamik anbauen›, weist auf die Zukunftsorientierung des Konferenzprogramms hin: Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops sind geprägt von der Frage, wie die Biodynamik immer wieder neu gedacht und praktiziert werden kann, sodass sie einen frischen Zugang zu aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft bietet.

Redaktion · 24. Februar 2026 · 1 Min.

Vertikale Gemeinschaftsbildung

Vertikale Gemeinschaftsbildung

Wer sich mit geschärfter Aufmerksamkeit seiner Umwelt zuwendet, wird feststellen, dass es mehr wahrzunehmen gibt als das Offensichtliche. Vertikal gedacht ist die Welt – und auch die eigene Seele – voll von Stimmungen, von Anwesenheit und Präsenz, von geistigen Wesen. Das Kolloquium ‹Vertikale Gemeinschaftsbildung›, das vom 8. bis 10. Mai von der Initiative Anthroposophische Meditation (IAM) in Zusammenarbeit mit der Anthroposophischen Gesellschaft Deutschland organisiert wird, widmet sich der Frage, wie individuelle und gemeinschaftliche Meditation dabei helfen kann, mit diesen feinen Schwingungen in Kontakt zu kommen und gut mit ihnen zu leben. Der Austausch mit anderen ist zentraler Bestandteil des Fachkolloquiums; es wird gemeinsam geübt und in Gesprächsrunden über das Erlebte diskutiert. Die Worte Anwesenheit, Verbindlichkeit und Inspirationsgemeinschaft bieten dabei eine thematische Fokussierung. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.

Redaktion · 24. Februar 2026 · 1 Min.