Das Goetheanum
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Die Microcollege-Bewegung

Die Microcollege-Bewegung

Es geht nicht darum, die absolute Wahrheit oder die absolute Weisheit zu finden, sondern darum, zu denken, zu lesen, zu wachsen und sich mit dem eigenen Sinn zu verbinden. Dies sind sinngemäß die Worte von Lucien Lucius Nunn, dem Gründer des Deep Springs Microcollege. Microcollege? So nennt sich eine aufkommende Bewegung an US-Bildungseinrichtungen, die durch kleine Studentenschaften, die Limitierung von Bildschirmzeit, studentische Selbstverwaltung, körperliche Arbeit, eine starke Verbindung zum Land, diskussions-basierte akademische Kurse mit hohem Praxisanteil und eine ganzheitliche Betrachtung der individuellen Entwicklung gekennzeichnet sind. Zu den Microcolleges gehört auch das Thoreau College in Wisconsin. Seine Programme sind stark inspiriert von den Ideen Rudolf Steiners und von der Waldorfpädagogik sowie von dänischen Volkshochschulen. Im ‹Thoreau College Podcast› können Zuhörerinnen und Zuhörer mehr über den Hintergrund, die Praxis und die Einflüsse (zu denen auch die Camphill-Bewegung gehört) der Microcolleges erfahren.

Redaktion · 28. Mai 2026 · 1 Min.

Der Waldorf-Klimafonds

Der Waldorf-Klimafonds

Der Waldorf Climate Balance Fund ist eine neue Initiative der Freunde der Erziehungskunst. Das Ziel der Initiative ist, Klimaschutz in konkrete Bildungsprojekte zu übersetzen, die an Waldorfschulen umgesetzt werden. Bildung und Ökologie gehen dabei Hand in Hand. Die Projekte sollen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte dazu inspirieren, in der Schule, aber auch zu Hause mehr Verantwortung für ein gesundes Klima zu übernehmen. Derzeit wird die Umsetzung der ersten drei Projekte geplant und an der Finanzierung gearbeitet. Projekt Nummer eins findet an der Hekima-Waldorfschule in Daressalam, Tansania, statt. Eine Photovoltaikanlage und ein Wasserspeichersystem sollen dort eine zuverlässige und nachhaltige Energie- und Wasserversorgung gewährleisten. An der Goderich-Waldorfschule in Freetown, Sierra Leone, wird ein ökologischer Schulgarten angepflanzt. Und auch die Mbagathi-Waldorfschule in Kenia soll Solarenergie bekommen. Auf der Webseite des Klimafonds ist es möglich, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu berechnen und diesen durch eine Spende an die Bildungsprojekte auszugleichen.

Redaktion · 28. Mai 2026 · 1 Min.

Psychologossophie

Psychologossophie

Ob Udo Lindenberg, der gerade 80 Jahre alt wurde, oder eine meiner Klientinnen, die aus dem Iran stammt und viel erlebt hat: Menschen mit existenziell gefährdenden Erlebnissen im Gepäck richten sich oft aus der Tiefe ihrer Seele auf. Sie schöpfen aus einer lebenkraftenden Achse, häufig ohne wirklich von ihr zu wissen. Andere wenden sich bewusst dieser Lebensachse zu, um sich beispielsweise in einer traumatisierten Seele selbst ergreifen zu können. Dahinter steht die Frage: Kann ich in meinem Ich-Sein eine existenzielle Kraftachse bilden, die es mir ermöglicht, mich in der ‹Vertikalen› als ganz eigener Mensch selbst und therapeutisch zu durchdringen? Dass in meiner Seele der «innere Mensch auferstehen»1 kann. Innere, verwandelnde Durchdringung also bis in tiefste Tiefen und Höhen – und alles in einer einzigen ‹Vertikalen›. Eine Kraftachse, die im anthroposophischen Menschenbild durch zwei Ich-Qualitäten gebildet wird: geistiges oder kosmisches Ich und junges Ich in der Seele. Mit dieser Kraftachse rechnen Experten für Trauma und benennen sie ihrem Menschenbild gemäß. So zum Beispiel Peter Levine.2 Der Psychiater Boris Krause sagt: «Es reicht für traumatisierte Menschen nicht, wenn sie an etwas Schönes denken, sie müssen es existenziell fühlen.»3 Er beschreibt Traumata als ‹Frachtgut› im Lebensfluss. Steine im Fluss, die Leben binden. Und es ist meist ein längerer Weg, schwere Steine wirklich davonschwimmen zu sehen. Und gerade für diese lebenbefreiende innere Bewegung ist eine vertikale Kraftachse in Ausbildung von so großer Bedeutung! Denn aus welcher Quelle sollte in der Tiefe Lebenskraft zur inneren Neuausrichtung, zur inneren Auferstehung kommen, wenn nicht aus dieser im Geist beheimateten Ich-Seelen-Achse? Je nach Denkweg, gesunde Individuation auf der Erde wie im Himmel, in einer sich weitenden Welt, oben wie unten. Für dieses der Anthroposophie immanente Feld bildete sich in mir Himmelfahrt 2018 das Wort ‹Psychologossophie›. Unter diesem Titel veranstalte ich am 2. Oktober im Rudolf-Steiner-Haus Hamburg einen Abend.

Marion von der Wense · 28. Mai 2026 · 1 Min.

Aus der Kindheit

Aus der Kindheit

Woher kommt eine tiefgehende Verbindung zur Natur in einer Zeit, in der das menschliche Leben sich immer weiter von ihr zu entfernen scheint? In der ein großer Teil dieses Lebens in digitalen Räumen stattfindet? Viele würden wohl sagen: Sie kommt aus der Kindheit. Wie verbunden sich Menschen auch im Erwachsenenalter mit ihrer natürlichen Umwelt fühlen, hat viel damit zu tun, wie sehr diese Beziehung in den ersten Lebensjahren kultiviert und gefördert wurde – von Eltern, Bezugspersonen sowie auch von Pädagoginnen und Pädagogen. Das Kennenlernen ist die Grundlage für eine wertschätzende Beziehung zur Natur und es kann sich nur im direkten Kontakt entfalten. Das US-amerikanische Nature Institute wurde mit der Intention gegründet, Ressourcen anzubieten, die ein tieferes Verständnis der (Um-)Welt sowie eine daraus resultierende Fürsorge unterstützen. In diesem Sinne hat es vor Kurzem ein englischsprachiges Handbuch für Nachhaltigkeitsbildung herausgegeben, das kostenfrei über die Institutswebseite verfügbar ist. Das Handbuch wurde in erster Linie für Lehrkräfte entworfen, die naturbasierte Ansätze in ihre pädagogische Arbeit integrieren wollen. Es ist nach Zielgruppen geordnet und beinhaltet sowohl theoretische Hintergründe als auch praktische Übungen und Konzepte.

Redaktion · 21. Mai 2026 · 1 Min.

Kapazitäten vertiefen

Kapazitäten vertiefen

Am 30. September beginnt das internationale, interdisziplinäre CALM-LD-Ausbildungsprogramm, das von der Medizinischen Sektion und der Sektion für Heilpädagogik und inklusive soziale Entwicklung am Goetheanum angeboten wird. Es richtet sich an alle Menschen, die im Bereich der Anthroposophischen Medizin und anthroposophischen Therapien ausgebildet sind und/oder in anthroposophischen Einrichtungen arbeiten. Das Programm vermittelt über zweieinhalb Jahre eine professionelle, fortgeschrittene Vertiefung von diagnostischen, therapeutischen und zwischenmenschlichen Kapazitäten in der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen mit komplexen Bedürfnissen. Auf der Grundlage des anthroposophischen Menschenbilds umfassen die Inhalte dabei eine Erweiterung der therapeutischen Praxis, Ansätze zur Selbstreflexion im beruflichen Kontext, künstlerische und bewegungsbasierte Therapieangebote sowie Erkenntnisse aus der Schulmedizin. Die englischsprachige Ausbildung findet sowohl mittels Onlinetreffen als auch bei persönlichen Treffen in Dornach und in Großbritannien statt.

Redaktion · 21. Mai 2026 · 1 Min.

Camphill in den USA

Camphill in den USA

Die aktuelle politische Lage in den USA lässt viele Menschen zögern, eine Reise in das Land zu planen. Der Tourismus, vor allem aus Europa und Kanada, verzeichnet derzeit einen deutlichen Rückgang. Und es gibt noch einen weiteren Bereich, in dem sich rückläufige Zahlen bemerkbar machen: im internationalen Freiwilligendienst. Auch in US-amerikanischen Camphill-Gemeinschaften wird dies deutlich. Internationale Freiwillige sind jedoch seit jeher ein wichtiger Teil der Arbeits- und Gemeinschaftskultur von Camphill. Ein Videoprojekt der Freunde der Erziehungskunst zeigt den Alltag von Freiwilligen in der Heartbeet Lifesharing Community in Vermont. Die Camphill-Gemeinschaft ist das Zuhause von Erwachsenen mit Assistenzbedarf, langfristig Angestellten und Freiwilligen sowohl aus den USA als auch aus dem Ausland. In dem Video teilen sie ihre Erfahrungen in der Heartbeet Community und laden alle Interessierten dazu ein, selbst temporäres oder permanentes Mitglied einer Camphill-Gemeinschaft zu werden.

Redaktion · 21. Mai 2026 · 1 Min.

Theater im Augenblick

Theater im Augenblick

In wenigen Wochen beginnen die Proben für die drei ‹Faust›-Sommerspiele im Juli. Jetzt trafen sich die Spielenden Sangita Singh (Gretchen) und Jeroen Engelsman (junger Faust) nach der Spielpause zum ersten Mal. Eine Fotosession mit der Fotografin Laura Pfaehler stand auf dem Programm. 500-mal surrt der Auslöser, blitzt die Lampe, um eine Handvoll gute Fotos des Paares zu liefern. Was im Theater Bewegung ist, das wird mit der Kamera zum Moment. Wie oft geschieht es, dass dabei im eingefrorenen Augenblick die Regung der Seele erstarrt und so an Innerlichkeit verliert. In einem von 100 Bildern geschieht das Gegenteil, da ist selbst im Stillstand des Fotos die Bewegung erhalten. Sie wird zur Bewegung in der Ruhe, lässt das Gemüt der Gebannten leuchten. Das macht Porträtfotografie zu heiligem Dienst – Theater im Augenblick.

Redaktion · 20. Mai 2026 · 1 Min.

Die Frage nach dem Bewusstsein

Die Frage nach dem Bewusstsein

Der Podcast ‹The Telepathy Tapes›, deutsch: ‹Die Telepathie-Tonbänder›, hat von Zuhörenden sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Jede einzelne der zehn Folgen der ersten Staffel wurde mehr als eine Million Mal angehört. Sie beschäftigen sich mit dem Phänomen der telepathischen Kommunikation bei nicht sprechenden Menschen mit Autismus. Die Initiatorin des Podcasts, Filmemacherin Ky Dickens, trifft sich mit verschiedenen Personen, die sich durch Telepathie verständigen, und malt mithilfe von Interviews sowie standardisierten Tests und deren wissenschaftlicher Einordnung ein differenziertes Bild ihrer Lebensrealität. Vor Kurzem erschien die zweite Staffel des Podcasts, deren thematischer Fokus weiter angelegt ist. In ihr geht es nicht nur um telepathische Kommunikation zwischen Menschen, sondern auch zwischen Mensch und Tier, um pflanzliche Intelligenz, Nahtoderfahrungen, Energieheilung und um das Savant-Syndrom. Dickens und ihr Team folgen dabei den Fragen, was Bewusstsein eigentlich ist und wie es sich in der Welt manifestiert, auch jenseits des menschlichen Gehirns.

Redaktion · 13. Mai 2026 · 1 Min.

Integrität leben

Integrität leben

Integrität bezeichnet die Übereinstimmung des eigenen Handelns mit festen moralischen und persönlichen Werten. Eine integre Person tut, was sie sagt, und das konsistent – auch in herausfordernden Situationen und wenn niemand zuschaut. War die schwedische Malerin Hilma af Klint eine integre Person? Der Dozent Andrew Wolpert sagt Ja. In einem Seminar am 13. Juni in den Räumlichkeiten der Anthroposophischen Gesellschaft in Frankreich führt er aus, mit welch resoluter Integrität af Klint sowohl ihr Privatleben als auch ihre künstlerische Arbeit gestaltete und welche Rolle ihr Bezug zu Spiritualität dabei spielte. Dreidimensionalität bekommt das Seminar durch einen Besuch der aktuellen, af Klint gewidmeten Ausstellung im Pariser Grand Palais, wo eine Auswahl ihrer Werke bis zum 30. August persönlich betrachtet werden kann. Das Seminar findet in englischer Sprache mit französischer Übersetzung statt.

Redaktion · 07. Mai 2026 · 1 Min.

Lebendige Landwirtschaft

Lebendige Landwirtschaft

Der Living-Farms-Podcast der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum bringt internationale Praktizierende aus der Biodynamik und weiteren ökologischen und integrativen Landbauansätzen in einem Gesprächsraum zusammen. Bei der zweiten Staffel des Podcasts haben auch die Zuhörenden die Möglichkeit, an den Gesprächen teilzunehmen. Zu jeder Podcastfolge findet ein anschließender komplementärer Onlineworkshop statt, in dem das jeweilige Thema vertieft wird und der Gelegenheit zum Austausch untereinander bietet. Die erste Folge der zweiten Staffel behandelt die syntropische Landwirtschaft: die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme durch Menschenhand. Im Gespräch mit Eduardo Rincón, Co-Leiter der Landwirtschaftlichen Sektion, berichtet die brasilianische Agronomin Natalia Muguet von ihrer Arbeit in der Agroforstwirtschaft und mit Kräuterheilkunde. In dem dazugehörigen Workshop am 11. Mai geht es darum, wie der Anbau von Heilpflanzen von Praktiken aus der Agroforstwirtschaft profitieren kann.

Redaktion · 07. Mai 2026 · 1 Min.

Wer bin ich?

Wer bin ich?

In seinem WDR-Beitrag ‹Wer bin ich 2.0 – Das Höhere Selbst› stellt der Radioautor Christian Seebaum existenzielle Fragen: Was ist das Höhere Selbst? Wer antwortet, wenn wir auf der Suche nach Klarheit und Wahrheit sind? Wie findet man sein eigenes Ich? Und wofür soll das eigene menschliche Leben eigentlich gut sein? Diese Fragen stellt die äußere Welt nicht, wir müssen sie uns selbst stellen, im Inneren. Viele Menschen tun dies, wenn sie eine Krise erleben. Manche stellen sich die Fragen einfach so. Seebaum bekommt Antworten bei mehreren Menschen und aus diversen Weltanschauungen: in der hinduistischen Philosophie Vedanta, im Buddhismus und auch in der Anthroposophie. Er spricht mit Martin, der Sinn in Rudolf Steiners Werk ‹Die Philosophie der Freiheit› findet; in Steiners Anregung, das eigene Leben in einem größeren Zusammenhang zu betrachten, rote Fäden zu sehen, und auf etwas zu vertrauen, das größer ist als wir selbst. Der Beitrag ist noch bis 10. April 2027 in der WDR-Mediathek verfügbar.

Paula Boslau · 29. April 2026 · 1 Min.

Wärme, Rhythmus, Stabilität

Wärme, Rhythmus, Stabilität

Wärme, Rhythmus und Stabilität – das sind die Qualitäten, die vor allem kleine Kinder nach einem traumatischen Erlebnis brauchen, sagt Cansu Kaygısız Vardar, Waldorfpädagogin und notfallpädagogische Projektleiterin in der Türkei. Vardar war als Notfallpädagogin im Einsatz, kurz nachdem eines der stärksten Erdbeben der letzten hundert Jahre im Südosten der Türkei ein Feld der Zerstörung hinterlassen hatte. Ihre Arbeit konzentrierte sich auf die Einrichtung von Kinderschutzzentren, in denen die kleinsten Betroffenen Sicherheit und Geborgenheit finden können. Räume zum Malen, Spielen, Rennen, Singen und Geschichten-Erzählen. In einem Text für die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners berichtet Vardar von ihren Eindrücken und vor allem davon, wie sich innerhalb weniger Monate die sichtbaren Anzeichen von Stress und Angst bei den Kleinkindern zu Spiel, Lachen und mehr Leichtigkeit wandelten. Drei Jahre nach dem Erdbeben ist das Leben in dem betroffenen Gebiet zwar immer noch nicht vollständig zur Normalität zurückgekehrt. So bieten die notfallpädagogischen Intervention weiterhin Entlastung, für Kinder und ihre Mütter.

Paula Boslau · 29. April 2026 · 1 Min.

Liebe und Freiheit

Liebe und Freiheit

Basel, Schweiz. ‹Heilkraft der Liebe – Heilkraft der Kunst› ist eine neue Gesprächsreihe, die von der Heart-Based Medicine Foundation und dem Philosophicum Basel organisiert wird. Im April fand die erste Veranstaltung unter der Frage ‹Kann uns die Liebe befreien?› statt. Ausgehend von dem Film ‹Die Frau mit den 5 Elefanten› über die Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier und von Dostojewskis Werk, ging es an dem Abend um Freiheit, Liebe, Kunst und Heilung. Luke Wilkins, Schriftsteller und Co-Kurator der Reihe, im Interview.

Paula Boslau · 29. April 2026 · 1 Min.

Eine gemeinsame Antwort

Eine gemeinsame Antwort

Im Jahr 1974 wurde im libanesischen Mansourieh der erste Kindergarten für Kinder mit Assistenzbedarf eröffnet, dessen pädagogisches Konzept den Grundlagen der Waldorfpädagogik folgt. Aus dem Kindergarten entwickelte sich mit den Jahren die heilpädagogische Einrichtung und Organisation namens Step Together. Der Ort bietet nicht nur eine Vielzahl an Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Assistenzbedarf im Kindes-, Jugendlichen- und Erwachsenenalter an; die Organisation engagiert sich auch während der aktuellen Krisensituation. Der Konflikt zwischen Hisbollah und Israel hat dazu geführt, dass in kürzester Zeit mehr als eine Million Libanesinnen und Libanesen innerhalb des Landes flüchten mussten. Step Together berichtet von dem Stress und der Angst, die dies auch in den Kindern und Familien auslöst, mit denen die Organisation zusammenarbeitet. Als Antwort hat sie eine Nothilfekampagne ins Leben gerufen, die Nahrungsmittelsoforthilfe mit traumaorientierter Notfallpädagogik und psychosozialen Unterstützungangeboten verbindet. Diese unterstützt Kinder und ihre Familien darin, mit den krisenbedingten Beeinträchtigungen und Unsicherheiten besser zurechtzukommen.

Redaktion · 21. April 2026 · 1 Min.

Kinder wachsen lassen

Kinder wachsen lassen

An Waldorfschulen findet der Unterricht nicht nur in geschlossenen Räumen statt. Der Aufenthalt in der Natur ist wichtiger Bestandteil des pädagogischen Konzepts. Für Waldorfpädagoginnen und -pädagogen, die sich in naturbasierten Unterrichtsformaten weiterbilden möchten, bietet das Bay Area Center for Waldorf Teacher Training (BACWTT) vom 22. bis 26. Juni den Kurs ‹Growing Sustainable Children: Gardening Teacher Training› an, deutsch: ‹Nachhaltige Kinder wachsen lassen: Gärtnertraining für Lehrkräfte›. In dem fünftägigen englischsprachigen Workshop lernen die Lehrerinnen und Lehrer, wie sie Garten, Hof, und Naturlandschaften in ihren Unterricht einbeziehen können. Der Kurs ist praxisorientiert und vermittelt den Teilnehmenden, wie sie ihren eigenen naturbasierten Stundenplan erstellen können sowie die dafür notwendigen Fähigkeiten im Gärtnern.

Redaktion · 21. April 2026 · 1 Min.

Renaissance heute

Renaissance heute

Florenz gilt als Wiege der Renaissance, einer Kunst- und Kulturepoche, die Menschen bis in die heutige Zeit inspiriert. Durch den Einfluss der mächtigen Familie Medici wurde die italienische Stadt zu einer der florierendsten Metropolen Europas. Michelangelo beispielsweise arbeitete in der Kirche der Medici und Galileo Galilei war Hofmathematiker in den Palästen der Familie. Auch Leonardo da Vinci verbrachte große Teile seiner Jugend in Florenz. Vom 30. Juni bis 4. Juli findet an der Florenzer Waldorfschule ein fünftägiger Workshop statt, in dem die Teilnehmenden sich mit der Renaissance-Kunst aus anthroposophischer Perspektive auseinandersetzen. Durch geführte Museumsbesuche, Malerei, die Arbeit mit Ton und Übungen zur Betrachtung von Kunstwerken erforschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Renaissance nicht als historische Epoche der Vergangenheit, sondern als lebendigen Ausdruck der menschlichen Evolution mit zeitgenössischer Relevanz. Der Workshop findet auf Italienisch mit englischer Übersetzung statt und ist offen für alle Interessierten.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Drei gleiche Teile

Drei gleiche Teile

Die Demokratie und die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Politik stehen aktuell wieder zunehmend im Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses. Doch wie kann diese aktive Gestaltung der Gesellschaft praktisch aussehen? Die soziale Dreigliederung nach Rudolf Steiner bietet Antworten. Wer die Grundlagen dieses Ansatzes sowie seinen Effekt auf die Gesellschaft besser verstehen möchte, ist eingeladen, vom 12. bis 14. Juni an einem Workshop zur sozialen Dreigliederung in Avignon teilzunehmen. Das Veranstaltungsprogramm beinhaltet eine grundlegende Einführung in die drei Bereiche Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben. Es werden ihre Besonderheiten thematisiert sowie ihr direkter Zusammenhang mit der Stärkung der Demokratie. Weiterhin wird erörtert, inwieweit das Konzept der sozialen Dreigliederung ganz praktisch in der Region Avignon eingebettet werden kann. Der Workshop wird gehalten von Sylvain Coiplet, Gründer und Leiter des Instituts für soziale Dreigliederung in Berlin.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Ich bin

Ich bin

Ich bin. Ein simpler Satz aus nur zwei Wörtern und sechs Buchstaben. Und doch beinhaltet er ein ganzes Universum an Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, Verletzungen und glückseligen Momenten. Was bedeutet es wirklich, Mensch zu sein? Was bedeutet es, wenn wir sagen ‹Ich bin›? Das niederländische Atelier Anthroposophie bietet am 1. Juni einen Tag der Inspiration an, bei dem es um die Erforschung genau dieser Fragen geht. Gemeinsam wird innegehalten. Der Alltag fällt weg und in der übrig bleibenden Stille wird das menschliche Sein, das wir tagtäglich als so selbstverständlich empfinden, genauer angeschaut. Verschiedene Aspekte des Menschseins werden dabei ins Licht gerückt, um sie mit mehr Bewusstsein und Sensibilität zu betrachten. Zu Hilfe kommen dabei inhaltliche Impulse zu verschiedenen Perspektiven auf das Menschenbild sowie praktische Übungen, künstlerische Betrachtungen, Meditationen und Gesprächsrunden. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich auch über den Workshop hinaus in Alltag, Arbeit und den persönlichen Entwicklungsweg integrieren. Die Veranstaltung findet auf Niederländisch statt.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Die innere Botin wecken

Mein Weg zum Anthroposophiestudium begann mit einer Überraschung. Während eines Retreats in Basel im Februar 2025 besuchte ich das Goetheanum als Touristin. Als ich das erste Mal vor dem majestätischen Gebäude stand, spürte ich sofort eine tiefe Verbundenheit – fast wie eine Berufung. Ich meldete mich für den englischsprachigen Kurs an, ohne viel über Anthroposophie zu wissen. Als ich im September 2025 ankam, war mein einziges Ziel, etwas Neues zu lernen. Die Dozentinnen und Kommilitonen kamen aus aller Welt und brachten vielfältige Perspektiven und eine lebendige Atmosphäre mit. Unsere Studien reichten von Naturbeobachtung und Eurythmie bis hin zu Philosophie, Sozialtheorie und Kunst. Das gesamte Programm fühlte sich an wie eine inspirierte, erwachsene Version der Waldorfpädagogik. Das größte Geschenk dieses Kurses waren die tiefgründigen Gespräche zwischen Dozierenden und Studierenden – intellektuell lebendig und spirituell geerdet. Mit 56 Jahren, einem Doktortitel der Universität Oxford und jahrelanger Lehrtätigkeit kann ich sagen, dass mich diese Lernerfahrung unvorstellbar verändert hat. Nun ist meine Zeit gekommen, das Licht der Anthroposophie in meine Heimat Hongkong zurückzubringen.

Red Chan · 01. April 2026 · 1 Min.

Alte Wege in die Zukunft

Alte Wege in die Zukunft

Das US-amerikanische Bay Area Center for Waldorf Teacher Training (BACWTT) befindet sich in einem kontinuierlichen Austausch mit verschiedenen indigenen Gemeinschaften, deren Weltsicht und pädagogisches Wissen eine wertvolle Ergänzung für die Waldorfpädagogik darstellen. Vom 2. bis 11. August organisiert das BACWTT in Zusammenarbeit mit der Kusi Kawsay Andean School vor diesem Hintergrund eine zehntägige Reise nach Peru. Das Angebot richtet sich an berufstätige und angehende Pädagoginnen und Pädagogen, die ihren Arbeitshorizont erweitern möchten. Die Reise bietet eine Einführung in die indigene Kultur der peruanischen Anden, mit Ausflügen zu präkolumbischen archäologischen Stätten wie Machu Picchu und einer Hospitation an der indigenen Waldorfpädagogik-inspirierten Kusi Kawsay Andean School. Übergeordnetes Thema der Reise ist das gemeinsame Erforschen der Frage, welche Rolle indigene Weisheiten und Praktiken in der Zukunft der Waldorfpädagogik spielen können.

Redaktion · 26. März 2026 · 1 Min.

In Kunst die Stimme finden

In Kunst die Stimme finden

Im Oktober 2024 startete die Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Kooperation mit der Gemeinde Alfter ein kunsttherapeutisches Projekt mit Kindern aus geflüchteten Familien. Einmal wöchentlich haben Studierende der Kunsttherapie, unterstützt von ihren Professorinnen und Professoren, einen Raum geöffnet, in dem sich Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 14 Jahren mit verschiedensten Kunstmaterialien ausdrücken konnten. Worte für ihre Fluchterfahrungen zu finden, kann vor allem für sehr junge Menschen schwierig sein. Der Ausdruck mit Ton, Farbe und Papier kann eine alternative Stimme bieten. Die in den Workshops entstandenen Werke können noch bis zum 29. April im Rathaus der Gemeinde Alfter besichtigt werden. Die Malereien, Collagen und Plastiken bieten einen persönlichen Einblick in die Erfahrungen, Erinnerungen und Wünsche der Kinder. Die Ausstellung zeigt, wie Kunst Begegnung, Austausch und Integration unterstützen kann.

Redaktion · 26. März 2026 · 1 Min.

Mit zwölf Sinnen

Mit zwölf Sinnen

Durch das Leben zu gehen und dabei mit den eigenen Sinnen verbunden zu bleiben, ist nicht immer leicht: Zu sehr leben wir in einer Welt der permanenten Reizüberflutung. Informationen, Bilder und Ansprüche prasseln auf uns ein, bis es unausweichlich scheint, als Konsequenz und auch als Selbstschutz abzustumpfen. Eine Beziehung zu den eigenen Sinnen aufzubauen, eröffnet jedoch gleichzeitig einen Zugang zu mehr innerer Wachheit, Inspiration und Fülle. Gibt es also doch Wege zu einem sinnerfüllten Sein? Der zwölfmonatige, deutschsprachige Onlinekurs ‹Perception›, deutsch: ‹Wahrnehmung›, basiert auf der Idee, dass es anstatt nur fünf Sinne ganze zwölf Sinne gibt, und er vermittelt den Teilnehmenden, wie sie mit diesen in Kontakt kommen können. Die Kursleitenden arbeiten unter anderem mit den Grundlagen der anthroposophischen Kunsttherapie. Die Inhalte fokussieren sich auf eine Feinabstimmung der eigenen Wahrnehmung in allen Lebenssituationen. Der Kurs findet zweimal jährlich im März und September statt. Vorerfahrungen sind nicht notwendig.

Redaktion · 17. März 2026 · 1 Min.

Das Leben färben

Das Leben färben

Die Beziehung zu Farben ist Teil jedes menschlichen Lebens, ob bewusst oder unbewusst. Wir haben eine Lieblingsfarbe, mit Farben richten wir unser Zuhause ein, und es gibt Farben, die wir nicht mögen. Das Pink und Violett eines Sonnenuntergangs lässt uns am Fenster innehalten, die Blautöne der Nacht und des Winters laden uns ein, nach innen zu gehen. Was ist deine ganz persönliche Farbqualität? Nach welcher Farbe sehnt sich deine Seele? Diese Fragen werden in einem siebentägigen Retreat auf dem Kientaler Hof vom 30. März bis 6. April erkundet. Durch von der anthroposophischen Kunsttherapie inspirierte Nass-in-Nass-Malerei, Eurythmie und rhythmische Massage lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter professioneller Begleitung ihre authentischen Farben kennen und erfahren, wie sie sie pflegen und ausbalancieren können. Für die Teilnahme am Programm sind keine künstlerischen Vorkenntnisse notwendig.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Biodynamisches Wissensportal

Biodynamisches Wissensportal

Bei der ‹Landwirtschaftlichen Tagung› im Februar wurde eine neue Onlineplattform für die Vernetzung und den Wissensaustausch innerhalb der internationalen biodynamischen Gemeinschaft gegründet. Der digitale Raum lädt dazu ein, mit Kollegen und Kolleginnen aus der globalen Biodynamikbewegung in Kontakt zu kommen und in Kontakt zu bleiben, sich über Wissen und praktische Erfahrungen auszutauschen, relevante Themen zu besprechen und innovative biodynamische Initiativen bekannt zu machen. Nicht alle in der Biodynamik tätigen Menschen haben die zeitlichen und finanziellen Ressourcen, um an der jährlichen Konferenz in Dornach oder anderen persönlichen Treffen teilzunehmen. Die Plattform öffnet somit neue Türen der Teilhabe, um auch ohne persönliche Begegnungsmöglichkeiten vernetzt zu bleiben. Am 16. März findet ein Onlinetreffen auf Zoom statt, an dem alle Interessierten teilnehmen und die Potenziale der digitalen Plattform diskutieren können.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Durch Kinderaugen

Durch Kinderaugen

Von Kindern gemalte Bilder bieten unmittelbare Einblicke in ihre Welt- und Selbstwahrnehmung. Die ästhetisch-analytische Betrachtung der Bilder ist nicht nur für Eltern und Bezugspersonen spannend, sondern auch für in der Kunstpädagogik, Kultur- und Medienwissenschaft und Psychologie tätige Menschen sowie für die therapeutische und künstlerische Forschung. Das Kinderbildarchiv der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eines der größten in Deutschland. Es umfasst rund 200 000 Kinderzeichnungen; die frühesten stammen aus den 1920er-Jahren. Die Sammlung wurde vor etwa 15 Jahren von der Universität zu Köln übernommen und seitdem kontinuierlich erweitert. Diese Zeitspanne von über 100 Jahren macht das Archiv zu einem wertvollen kultur- und bildungshistorischen Zeugnis. Die gesammelten Bilder zeigen, wie Kinder aus verschiedenen Regionen und Kulturkreisen Deutschlands über ein ganzes Jahrhundert hinweg ihren Alltag gedeutet haben. Die kindliche Bildsprache dokumentiert dabei auch den gesellschaftlichen Wandel von einer analogen Welt hin zu einer von Medien und digitalen Technologien geprägten Lebensrealität. Rabea Müller, Leiterin des Instituts für Kunsttherapie am Fachbereich Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft der Hochschule, bezeichnet das Kinderbildarchiv als «einzigartiges kulturhistorisches Gedächtnis». Die Hochschule lädt Institutionen und Fachleute dazu ein, sie bei der professionellen Archivierung der Bilder zu unterstützen, sodass vor allem die älteren Bilder vor einem drohenden Materialverfall bewahrt werden und das Archiv für eine zeitnahe wissenschaftliche Nutzung verfügbar ist.

Paula Boslau · 09. März 2026 · 1 Min.

Anthroposophie in Stuttgart

Anthroposophie in Stuttgart

Stuttgart und seine Umgebung sind einer der Orte in Deutschland, an dem eine Vielfalt anthroposophischer Initiativen lebendig geworden sind. Mit der Zeit sind in der baden-württembergischen Hauptstadt und im Umland viele Ideen der Anthroposophie in die Praxis umgesetzt worden, in Form von Waldorfschulen und -kindergärten, heilpädagogischen Einrichtungen, einer Klinik, die im Sinne der Anthroposophischen Medizin arbeitet, Demeter-Höfen, Kulturorten und verschiedensten Unternehmen. Wer die Anthroposophie und die aus ihr entstandenen Initiativen zelebrieren oder besser kennenlernen möchte, hat dazu Gelegenheit bei der Langen Nacht der Anthroposophie, die am 27. Juni in Stuttgart stattfindet. Organisiert wird die Veranstaltung von der Anthroposophischen Gesellschaft in Stuttgart, in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl weiterer lokaler anthroposophischer Zentren und Einrichtungen. Das Programm umfasst diverse Angebote, die in das Welt- und Menschenbild der Anthroposophie einführen, sowie Beiträge zu Themen wie Bildung, Ernährung, Philosophie, Gesundheit und Spiritualität. Auf mehreren Bühnen kann das Publikum Theaterstücke, Konzerte und Eurythmie erleben. Workshops bieten zudem einen interaktiven Zugang zur Anthroposophie.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Junge Eurythmie

Junge Eurythmie

Eurythmie ist nicht nur Tanz und Bewegung; sie ist eine Kunstform, die Musik, Poesie und das Erzählen von Geschichten in sich aufnehmen kann, um sie dann als harmonische Synergie an das Publikum zurückzugeben. Dabei bietet die Eurythmie Menschen in jedem Alter ein künstlerisches Ausdrucksmittel. Vom 29. Juli bis 12. August findet an der Eurythmieschule Eurythmy Spring Valley im US-Bundesstaat New York ein eurythmischer Intensivkurs für junge Erwachsene im Alter von 17 bis 20 Jahren statt. Der Kurs öffnet für die Teilnehmenden einen fokussierten Raum, in dem sie sich mit der Kunst, der Bedeutung und der Kraft von Eurythmie auseinandersetzen können. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer nehmen an täglichen Eurythmieproben teil, die als Vorbereitung für eine öffentliche Abschlussperformance dienen. Sommerlich abgerundet wird der Stundenplan durch kreative Schreibübungen, Musik, Spiele, Schwimmen und einen Ausflug nach New York City. Stipendien können beantragt werden.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.