Das Goetheanum
Rubrik · Landwirtschaft

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Landwirtschaft

15 Beiträge

Der Mut zur Gemeinschaft

Der Mut zur Gemeinschaft

Teil einer Gemeinschaft zu sein, ob groß oder klein, erfordert auch Mut. Darüber spricht der Arzt David Martin in seinem Beitrag bei der Landwirtschaftstagung 2026. Er berichtet, wie Meditation, Transzendentale Meditation und Aufenthalte in der Natur ihm Erkenntnisse bezüglich der spirituellen Dimension der biodynamischen Landwirtschaft ermöglichten. Martin lädt das Publikum zur Teilnahme an einer Wissenschaft ein, die Geist, Medizin und die Erde synergetisch zusammenbringt. Einen lebhaften Hintergrund bilden dafür sein eigenes Leben als Suchender, Rudolf Steiners Geisteswissenschaft, Anekdoten aus seiner medizinischen Ausbildung und seinem Alltag als Arzt und Wissenschaftler sowie überraschende Forschungsergebnisse zu Boden, Gesundheit und sogar Gurken.

Redaktion · 10. Juni 2026 · 1 Min.

Biodynamik in der Schweiz

Biodynamik in der Schweiz

Sowohl die Mitglieder des Vereins für biologisch-dynamische Landwirtschaft als auch die des Schweizerischen Demeter-Verbands haben für eine Fusion unter neuem Namen gestimmt: Demeter Schweiz wird zukünftig die biodynamische Bewegung bündeln und professionalisieren. Damit kommt ein seit 2022 laufender Strukturprozess zum Abschluss. Co-Geschäftsführerin Verena Wahl meint in einer Pressemitteilung, dass die Schweizer Demeter-Organisationen historisch gewachsen seien und in den vergangenen Jahren immer intensiver zusammengearbeitet hätten. Die Fusion ist dementsprechend der nächste logische Schritt, der die Organisation professionalisiert und die Zusammenarbeit deutlich vereinfacht. Der ganze Name der Organisation lautet: Demeter Schweiz – Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft, assoziatives Wirtschaftsleben und menschengerechte Ernährungskultur. Sie vereint Menschen und Organisationen entlang der gesamten biodynamischen Wertschöpfungskette: Produzentinnen, Verarbeiter, Händlerinnen und Konsumenten.

Redaktion · 03. Juni 2026 · 1 Min.

Die Bedeutung der Wärme in der Landwirtschaft

Die Bedeutung der Wärme in der Landwirtschaft

Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, beginnt seinen Beitrag mit einer persönlichen Anekdote. Als er 15 Jahre alt war und in Kassel lebte, bat ihn sein Künstler-Onkel, für den als DDR-Bürger eine Reise nach Westdeutschland ausgeschlossen war, an seiner Stelle Joseph Beuys kennenzulernen. So kam es, durch verschiedene Umstände und Zufälle, dass der jugendliche Martin dabei war, als Beuys die Idee vorbrachte, Kassel als Kunstobjekt für die kommende Documenta zu bepflanzen. Erst Jahre nach seinem eigenen Mitwirken an der Bepflanzung fand von Mackensen heraus, dass der ‹Landwirtschaftliche Kurs› Rudolf Steiners einen signifikanten Einfluss auf Beuys’ Entwurf hatte, insbesondere Steiners Gedanken zur Blattwärme und Wurzelwärme. Von Mackensen spricht vor diesem Hintergrund über Beuys’ Kunstaktionen mit Kompost, Bäumen und goldener Krone. Er beleuchtet zudem Wärmequalitäten im Denken, die transformative Kraft der Erde als Zukunftsorgan und die Dynamik von Boden, Pflanzen, Tieren und Ton.

Redaktion · 20. Mai 2026 · 1 Min.

Innere Verwandlung und Achtsamkeit für die Welt

Innere Verwandlung und Achtsamkeit für die Welt

Tho Ha Vinh war ein international vortragender Dozent für Wohlbefinden und Bruttonationalglück, der als Sohn eines vietnamesischen Diplomaten und einer französischen Mutter in Paris aufwuchs. Er leitete viele Jahre das Gross National Happiness Center in Thimphu, der Hauptstadt Bhutans. In seinem Beitrag bezieht er sich auf alte Mythologien aus Ost und West, die zeigen, dass Landwirtschaft viel mehr bedeutet als der bloße Anbau von Nahrungsmitteln. Sie steht für die Verantwortung des Menschen, die Erde durch die innere Transformation der Seele zu verwandeln. Anhand von Beispielen aus seiner eigenen Biografie veranschaulicht Tho Ha Vinh, wie dies gelingen kann und wie wir ein Verständnis für die Erde und unsere Aufgaben entwickeln können, in einer Zeit, in der die Menschheit vor existenziellen ökologischen, sozialen und politischen Herausforderungen steht. An seinen Vortrag schließt ein Gespräch mit Chik Ying Chai, Jean-Michel Florin, Liron Israely und Sarah Sommer an.

Redaktion · 13. Mai 2026 · 1 Min.

Lebendige Landwirtschaft

Lebendige Landwirtschaft

Der Living-Farms-Podcast der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum bringt internationale Praktizierende aus der Biodynamik und weiteren ökologischen und integrativen Landbauansätzen in einem Gesprächsraum zusammen. Bei der zweiten Staffel des Podcasts haben auch die Zuhörenden die Möglichkeit, an den Gesprächen teilzunehmen. Zu jeder Podcastfolge findet ein anschließender komplementärer Onlineworkshop statt, in dem das jeweilige Thema vertieft wird und der Gelegenheit zum Austausch untereinander bietet. Die erste Folge der zweiten Staffel behandelt die syntropische Landwirtschaft: die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme durch Menschenhand. Im Gespräch mit Eduardo Rincón, Co-Leiter der Landwirtschaftlichen Sektion, berichtet die brasilianische Agronomin Natalia Muguet von ihrer Arbeit in der Agroforstwirtschaft und mit Kräuterheilkunde. In dem dazugehörigen Workshop am 11. Mai geht es darum, wie der Anbau von Heilpflanzen von Praktiken aus der Agroforstwirtschaft profitieren kann.

Redaktion · 07. Mai 2026 · 1 Min.

Indigene Genossenschaften in Aktion

Indigene Genossenschaften in Aktion

Mexikanische Landwirtinnen und Landwirte sind wie in vielen anderen Ländern der Welt mit Unterdrückung, Enteignung, politischer Vernachlässigung und dem Druck durch die industrialisierte Landwirtschaft konfrontiert. Im Zentrum Mexikos hat sich vor fast 50 Jahren eine Vereinigung indigener Genossenschaften gebildet, die gemeinsam diesen Widrigkeiten trotzen. Die Vereinigung nennt sich Tosepan Titataniske, was auf Deutsch so viel heißt wie ‹Gemeinsam werden wir es schaffen›. 64 Prozent ihrer Mitglieder sind Frauen, 53 000 der Mitglieder betreiben eine biologische Landwirtschaft. Die Genossenschaften verwalten sich in Versammlungen selbst und haben ihre eigenen Schulen, ein Netzwerk für Ökotourismus, ein finanzielles System, ein Gesundheitswesen und ein Mobilfunknetz aufgebaut. Ihr Widerstand gegen Bergbau und andere ökologisch destruktive Bauprojekte war immer wieder erfolgreich. Die Arbeit von Tosepan Titataniske ist verwurzelt in Spiritualität, mit dem Ziel, einen ‹Himmel auf Erden› zu schaffen.

Redaktion · 17. März 2026 · 1 Min.

Biodynamisches Wissensportal

Biodynamisches Wissensportal

Bei der ‹Landwirtschaftlichen Tagung› im Februar wurde eine neue Onlineplattform für die Vernetzung und den Wissensaustausch innerhalb der internationalen biodynamischen Gemeinschaft gegründet. Der digitale Raum lädt dazu ein, mit Kollegen und Kolleginnen aus der globalen Biodynamikbewegung in Kontakt zu kommen und in Kontakt zu bleiben, sich über Wissen und praktische Erfahrungen auszutauschen, relevante Themen zu besprechen und innovative biodynamische Initiativen bekannt zu machen. Nicht alle in der Biodynamik tätigen Menschen haben die zeitlichen und finanziellen Ressourcen, um an der jährlichen Konferenz in Dornach oder anderen persönlichen Treffen teilzunehmen. Die Plattform öffnet somit neue Türen der Teilhabe, um auch ohne persönliche Begegnungsmöglichkeiten vernetzt zu bleiben. Am 16. März findet ein Onlinetreffen auf Zoom statt, an dem alle Interessierten teilnehmen und die Potenziale der digitalen Plattform diskutieren können.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Neue Saaten

Neue Saaten

Biodynamische Praktiken werden in der neuseeländischen Landwirtschaft seit etwa 1928 angewendet. Die Biodynamic Farming and Gardening Association wurde 1939 offiziell gegründet. Seitdem ist die Zahl der biodynamisch arbeitenden Gärtner, Landwirtinnen und Winzer in Neuseeland, das von den indigenen Māori Aotearoa genannt wird, stetig gewachsen. Einmal jährlich kommen Vertreterinnen und Vertreter, die in der Biodynamik tätig sind oder sich für eine Umstellung interessieren, bei einer Konferenz zusammen. Dieses Jahr findet das Treffen vom 29. bis 30. August statt. Der Titel ‹New Seeds: Growing the Future of Biodynamics›, deutsch: ‹Neue Saaten: Die Zukunft der Biodynamik anbauen›, weist auf die Zukunftsorientierung des Konferenzprogramms hin: Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops sind geprägt von der Frage, wie die Biodynamik immer wieder neu gedacht und praktiziert werden kann, sodass sie einen frischen Zugang zu aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft bietet.

Redaktion · 24. Februar 2026 · 1 Min.

Frauen und Landwirtschaft

Frauen und Landwirtschaft

2026 ist das Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft. Ein breites Bündnis von Verbänden aus Landwirtschaft und ländlichem Raum, zu dem auch mehrere biodynamische Verbände gehören, weist zu diesem Anlass auf die kontinuierliche Benachteiligung von Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben hin. Mit Berufung auf die Studie ‹Frauen.Leben.Landwirtschaft.› macht das Bündnis in einer gemeinsamen Erklärung darauf aufmerksam, dass Frauen in vielen Betrieben zwar an strategischen Entscheidungen beteiligt sind und weitere elementare Aufgaben übernehmen, dies jedoch finanziell und rechtlich oft nicht anerkannt wird. Um die Situation von Frauen in der Landwirtschaft zu verbessern, hat das Bündnis acht Handlungsfelder definiert, in denen Politik, Zivilgesellschaft und Verbände aktiv werden sollten. Dazu gehört, Frauen als Eigentümerinnen und Betriebsleiterinnen zu fördern, soziale Absicherung zu garantieren, Sorgearbeit anzuerkennen und gerecht umzuverteilen, Lohngerechtigkeit sowie sichere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und politische Teilhabe und Repräsentation zu stärken.

Redaktion · 12. Februar 2026 · 1 Min.

Das Physische, das Lebendige, das Seelenartige

Das Physische, das Lebendige, das Seelenartige

Ich habe Mitgefühl mit jungen Menschen, die sich nach ihrem Schulabschluss fragen: Was soll ich jetzt tun? Wo kann ich mich verwirklichen? Wo werde ich gebraucht? Denn dies sind bedeutsame Fragen. Besonders in Zeiten, in denen ganze Berufe, die noch vor 20 Jahren als attraktiv, wettbewerbsintensiv und gut bezahlt galten, in Rekordgeschwindigkeit von künstlicher Intelligenz übernommen werden und den Menschen überflüssig machen. Doch in dieser Entwicklung liegt auch eine Chance für die Menschheit, sich wieder den elementarsten Dingen zuzuwenden – und dem, was das größte Zukunftspotenzial birgt: der Landwirtschaft. Vergessen, verpönt, gemieden – und doch eines der wenigen Berufsfelder, auf die wir nicht verzichten können. Ein wirklich nachhaltiger Ansatz in der Landwirtschaft wirft folgende Kernfragen auf: Was entspricht einem zeitgemäßen Umgang mit dem Boden? Mit Pflanzen? Mit Tieren? Und welche Rolle muss der Mensch in diesem Kontext künftig einnehmen? Die biodynamische Landwirtschaft ist eine Form der Landwirtschaft, die genau diese Fragen beantwortet. Sie stellt nicht die Natur, sondern den Menschen in den Mittelpunkt. Denn der Mensch trägt alle Bereiche der Natur in sich: das Physische, das Lebendige und das Seelenartige. Wer die Natur verstehen will, muss zuerst den Menschen studieren. Seit 2026 bietet das Rudolf Steiner College Kanada den Diplomstudiengang Biodynamische Landwirtschaft an. In diesem Programm werden die Teilnehmenden von mehr als 15 erfahrenen Dozenten unterrichtet, die zusammen über 500 Jahre praktische Erfahrung in der Landwirtschaft mitbringen. Innerhalb von zwei Jahren werden in wöchentlichen Onlinesitzungen tiefgreifende Einblicke in alle Bereiche der Landwirtschaft vermittelt. Der Lehrplan deckt alle Aspekte eines diversifizierten landwirtschaftlichen Betriebs ab. Das Programm umfasst außerdem vier Praktika auf verschiedenen biodynamischen Höfen. So lernen die Teilnehmenden das umfassende Beziehungsgeflecht eines biodynamischen Betriebs kennen, einschließlich neuer Ansätze für die betriebswirtschaftliche Führung. Ambitionierte Menschen, die sich in der Landwirtschaft beweisen möchten, können sich ab sofort für die Ausbildung bewerben.

Tilo Crass · 12. Februar 2026 · 1 Min.