Das Goetheanum

Wir tragen ein Kind in uns

Ein Kind, das der Eltern entbehrt, malt sich die Mutter mit Kreide auf den Boden und legt sich in das Bild und schläft ein. Ein Fotograf hält das berührende Bild fest.

Martin Kollewijn

Martin Kollewijn

07. Mai 2026 · 1 Min. Lesezeit

Wir tragen ein Kind in uns

Im ‹Goetheanum› 51-52/2018 schrieb Mechtild Oltmann-Wendenburg: «Es gibt einen nächtlichen Bereich in jedem Menschen, wo, selbst wenn seine Biografie noch so katastrophal verlaufen ist und ihn vielleicht sogar hinter Gitter geführt hat, eine Keimzelle erhalten bleibt, wo er unschuldig ist.» Die in jedem Menschen verborgenen Unschuldskräfte bilden, könnte man sagen, das innere Kind.


Aus Martin Kollewijn, Das dreifache innere Kind. In: Goetheanum 51–52/2019.

Zeichnung Yves Berger, Alphabet Drawings

Martin Kollewijn

Martin Kollewijn

Geboren 1953 in den Niederlanden. Nach dem Studium der niederländischen Philologie und der Philosophie in Amsterdam studierte er Philosophie und Sprachwissenschaft in Berlin. 1987 bis 1991 Mitarbeit am Hardenberg Institut für Kulturwissenschaften in Heidelberg, von 1991 bis 2007 Mitarbeiter der Anthroposophischen Gesellschaft in Berlin. Martin Kollewijn publiziert zu Fragen der Philosophie und Geistesgeschichte. Weitere Forschungsthemen: Kunst der Gegenwart, Bewusstseinsentwicklung, Fragen der Bioethik und Neurowissenschaft.

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