Ostermorgen auf Iona
Über die Qualität des Sinnlichen als Miterleben der Auferstehungskräfte in der Natur.
07. Mai 2026 · 1 Min. Lesezeit

Am Ostermorgen gingen wir von der Fähre hinüber zur Abbey auf Iona (Schottland). Wir wollten den Ostergottesdienst der Iona Community mitfeiern. Noch am Tag zuvor hatte ein heftiger Sturm die Inseln heimgesucht. Das Haus war stundenlang ohne Strom gewesen, der Wind hatte in der Nacht um die Wände gepfiffen, Schlaf war kaum möglich gewesen. Kälte, Regen, Hagel, Unruhe hatten den Vortag bestimmt. Und dann dieser Morgen: strahlende Sonne, klare Luft, ein weiter, leuchtender Himmel. Es war, als hätte die Welt sich über Nacht verwandelt. Alles wirkte wie reingewaschen. Kein Staub, keine Schwere, kein Grau war mehr zu sehen. Der pinke Granit auf der großen Nachbarinsel Mull leuchtete über das

Renatus Derbidge, Naturwissenschaftler und Philosoph, leitet mit Sacred Isles (www.knowyourself.land) Kurse zu Sinneswahrnehmung und westlichen Mysterien in Schottland.




