Im Namen der Menschheit
Es liegt am Fuß des Goetheanum und birgt seine Schätze unter der Erde – das Rudolf Steiner Archiv. Auch die verspielte Bauform von Haus Duldeck verhüllt den Rang dieses Schatzhauses der Anthroposophie.
14. April 2026 · 1 Min. Lesezeit

Ich bringe das geheime Leuchtfeuer für einen Moment für mich ans Licht: Zu schulen bedeutet, Atmen zu lehren, Schlafen und Wachen zu lehren. Das überliefert für mich als Pädagogen das Archiv auf den ersten Seiten der ‹Allgemeinen Menschenkunde› (GA 293). Ich kann den Lehrer in meinem Schreiben nicht verbergen und versuche deshalb, Atemlehre, Schlafen-Wachen-Lehre in jeden Text zu bringen. So wird Rudolf Steiners Schulidee – geschürft und im Buch gefasst durch das Rudolf Steiner Archiv und den Verlag – in mir und dann in dir, lieber Leser, liebe Leserin, lebendig. So geschieht es von Millionen für Millionen. Also: Das Archiv ist gar nicht verborgen, sondern überall, wo Anthroposophie geschieht, als dessen Quellort dabei – groß und gewaltig. Zum Abschluss der Gesamtausgabe von Rudolf Steiners Werk erlaube ich mir Pathos. Pieter de Haan schreibt als Zuhörer eines Vortrages von Rudolf Steiner in London 1913, es ginge dabei um das «Wohl der Menschheit».1 Also: Ihr Sichtenden und Schreibenden, Ordnenden und Druckenden von Rudolf Steiners Geist, von Marie Steiner, Helene Finckh über Edwin und Eva Froböse, über Hella Wiesberger, Walter Kugler, Roland Halfen und David Marc Hoffmann zu Angelika Schmitt und Philip Kovce, im Namen der Menschheit: Danke!
Bild Diverse Neuauflagen der Rudolf Steiner Gesamtausgabe

Chefredakteur der Wochenschrift «Das Goetheanum», studierte Waldorfpädagogik und Mathematik. Er publiziert zu Lebensfragen, ist Autor des Sternkalenders, führt Studienreisen und ist Dramaturg an der Goetheanum-Bühne. Er hat drei erwachsene Töchter.




