
16 Beiträge · Ausgabe 25-26/2026
Editorial

Im Fokus
Gespräch vor den ‹Faust›-Sommerfestspielen mit Andrea Pfaehler (Inszenierung) und Rafael Tavares (Eurythmieregie) zur ‹Faust›-Inszenierung 2026. Die Fragen stellte Louis Defèche.
Andrea Pfaehler · 17. Juni

Geschichte
Harzreise, Italienreise, Ilmenau und Frankreichfeldzug – eine seminaristische Annäherung an den verborgenen Goethe für das Faust-Ensemble in vier Bildern.
Marcus Schneider · 17. Juni

Forschung
Das große Uhrwerk, das in den Himmel geschrieben ist und mit Planeten und Sternen seine Bahnen zieht, ändert diese Welt und den Himmel. Es hebt Berge aus Meeren und versetzt Täler, zieht Wälder groß und baut sie ab, es verändert die Natur in den Jahreszeiten und wirkt in der menschlichen Geschichte. Ein großes, wunderliches und wunderbares Schauspiel betrachtet die Seele. Auch ihr hat der Geist eine Rolle zugewiesen, die Zeit zu durchwandern vom Anfang der Welt bis zu ihrem Ende. Die Seele bewegt sich schnell, wie ein Vogel im Sturzflug, durch den Tunnel der Zeitalter, die an ihr vorbeirauschen: Gesichter, Lächeln, Schluchzen, Ernst, Witz, Freude, Schmerz, Kinder, Menschen, Männer, Frauen, arm, reich ziehen an ihr vorbei. Sie kennt diese Gestalten nicht, doch fühlt sie sich seltsam eng verbunden und vertraut mit ihnen. Es sind Menschen, Schicksale, Lebensgeschichten, welche die Seele durchfliegt, die teils lange vergangen, teils noch nicht gelebt sind. Die Seele sieht sie nicht von außen, sondern von innen sich abspielen, als stünde sie in einem drehenden Kreisel, der sich um die eigene Achse dreht. Das Verborgenste und Innerste, das Eigene, das jedem Menschen am vertrautesten und für alle anderen unsichtbar ist, bezeugt die Seele auf ihrem Flug durch die Zeit. Sie kennt diese Menschen und ihre Schicksale nicht. Sie ahnt nur, was sie bewegt, was sie sich wünschen, ahnt ihre Ängste und Sorgen, ihr Ringen und ihre Freuden. All diese Seiten des Menschen sieht sie von innen her in den Tiefen eines Uhrwerks, das sich in sich selbst dreht: Schreie, geschlossener Mund, Blick aus braunen Augen, Kapuze, verzierte Haartracht – zahlreiche Völker und Kulturen schaut die Seele und sieht über sich die großen Kulturgeber stampfen: mächtige Geister, welche die Menschen die Wissenschaften und Künste lehrten. Manche dieser Geister tragen blaue Rüstungen und befehligen Schatten und Nebelschwaden; andere sind ganz grün, in vibrierende Gewänder und Umhänge gehüllt und ziehen die Säfte aus den Pflanzen; andere sind hellbraun und dünn wie Bambuswälder. Sie fällen unsichtbare Bäume im Geisterreich und reichen sie den Völkern, die auf der Erde Zivilisationen erbauen und Wissenschaften betreiben.
Andreas Blaser · 18. Juni

Ankündigung
Während die Proben zum ‹Faust› auf der Goetheanum-Bühne in vollem Gange sind, inszenieren die Studierenden am Campus das Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie. Als ortsspezifische Promenadenaufführung wird es am 19. Juni in den Gärten des Goetheanum gezeigt.
Andrea de la Cruz Barral · 17. Juni

Zeitfragen
Russlands Krieg gegen die Ukraine zeigt sich als Projektionsfläche für eine Systemkontroverse. Die West-Ost-Betrachtungen von Rudolf Steiner auf dem Wiener Kongress von 1922 liefern anregende Gedanken für diese gegensätzlichen geistigen Kräfte. Erkennen und Verbinden schafft Frieden.
Gerhard Stocker · 17. Juni
18. Juni · Faust
Philip Kovce
17. Juni · Landwirtschaft
Redaktion
17. Juni · Ausbildung
Redaktion
17. Juni · Literatur
Redaktion
17. Juni · Religion
Wolfgang Held
17. Juni · Jugend
Paula Boslau
17. Juni · Schöne Wissenschaften
Redaktion
17. Juni · Allgemeine Anthroposophie
Redaktion