
16 Beiträge · Ausgabe 13/2026
Editorial

Im Fokus
Wer in der Schweiz Stangenbohnen im März aussät, wird sich nicht an den schnell wachsenden Kletterpflanzen erfreuen können. Es ist einfach noch zu kalt für die Keimung. Wer einer Sau im norwegischen Winter beim Ferkeln helfen möchte, muss den Stall gut abdichten und eine Infrarotlampe aufhängen. Wer Investoren sucht für ein modernes Segelschiff, das Biogewürze und Kaffee aus der südlichen Hemisphäre nach Europa bringt, muss Begeisterung wecken.
Philipp Reubke · 26. März

Pädagogik
War es früher die äussere Kraft, die Autorität und Dominanz verlieh, ist es heute die innere Kraft der Erziehenden – ein Geschenk an die Kinder, damit diese ihre Freiheit erobern können.
Clara Aerts · 26. März

Pädagogik
‹Güte› bedeutet, echte Fürsorge und Mitgefühl in hilfreichem Handeln zu zeigen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Die Etymologie des Wortes ‹Kindness› stammt aus dem Altenglischen und leitet sich vom Wort ‹kynd› ab, das die eigenen Verwandten oder Familienmitglieder bezeichnet. In dieser Zeit, von der Mitte des 5. bis zum 12. Jahrhundert, bedeutete Güte, seine Familie mit mitfühlender Güte zu behandeln. Seitdem hat sich die Gesellschaft weiterentwickelt und das Wort ‹Güte› beinhaltet auch die Tugend, alle Menschen universell mit Herzensgüte zu behandeln. Der Ursprung des Wortes ‹kind›, im Deutschen ‹Kind›, hat ebenfalls eine ähnliche Wurzel. Das kleine Kind ist voll unschuldiger Güte, frisch aus der spirituellen Welt, sehnt sich aber danach, von denen, die sich um es kümmern, zu lernen, wie man Güte zeigt.
Laurie Clark · 26. März

Poesie
Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
Die Bibel · 26. März

Kolumne
Güte, Kraft und Liebe – die drei Säulen der Erziehung als Tagungsthema. Zwei Kinder sitzen auf dem Boden, eines bekommt ein Brot zu fassen. Da beginnt ein Streit, weil das andere Kind leer ausging. Die europäische Mutter beugt sich hinunter, teilt das Gebäck in zwei Teile und gibt jedem Kind eines. Die Welt scheint wieder in Ordnung zu sein. Wirklich? Die gleiche Szene in Zentralafrika, wie es der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeld beschreibt.1 Wieder hat eines der beiden Kinder das Brot in der Hand und wieder nimmt es die Mutter und teilt es in zwei Stücke. Doch jetzt gibt sie beide Teile dem Kind, das zuvor den ganzen Brotschatz besaß, zurück. Was passiert? Die Kleine schaut sich die zwei Teile in ihren beiden Händen an, ihr Blick wechselt vom linken zum rechten, dann zum brotlosen Geschwisterkind. Da reicht sie ein Teil hinüber. Was für ein Bild! Die Kraft schenkt der Mutter die Stärke, einzuschreiten und das Brot an sich zu nehmen, die Güte, es gleichmäßig in zwei Teile zu trennen, und die Liebe, es dem ursprünglichen Kind zurückzugeben. So kann das Kind sein Mitgefühl entdecken und wird nicht genötigt. Was die afrikanische Mutter macht, erwartet Liebe und schenkt sie zugleich. So ist es auch mit der Güte und Kraft: Wo wir sie geben, laden wir dazu ein, dass sie sich entfalten. So wie das Kind Kraft, Liebe und Güte empfängt und zu geben vermag, ist es auch bei uns Großen: Wir lieben, sind gütig und stark, wenn wir Liebe, Güte und Kraft empfangen können – wo geht das besser als bei den Kindern selbst, denn wer ist so lieb, gut und stark wie sie?
Wolfgang Held · 26. März

Geschichte
Der Aufbau der ersten Waldorfschule brauchte alle Kräfte. Und im gesellschaftlichen Verständnis war ein Ort für die kleinen Kinder nicht wichtig. Deshalb entstand der erste Waldorfkindergarten erst 1926. Elisabeth von Grunelius ist er zu verdanken. Sie finanzierte ihn sogar allein.
Tomáš Zdražil · 26. März

Weltlage
Stehen wir derzeit in einem Zivilisationsbruch? Und wie stärken wir Diplomatie wieder als erste Option? Gerald Häfner entwickelt Perspektiven in kriegerischer Zeit. Die Fragen stellte Wolfgang Held.
Gerald Häfner · 26. März
26. März · Ausbildung
Redaktion
26. März · Ausstellung
Redaktion
26. März · Pädagogik
Olivia Girard
26. März · Allgemeine Anthroposophie
Redaktion
26. März · Pädagogik
Paula Boslau
26. März · Faust
Redaktion
26. März · Ausstellung
Wolfgang Held
26. März · Pädagogik
Redaktion